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AHRHOFF-Konzept Trockensteher- & Vorbereitungsfütterung

- höchste Einstiegsleistung durch optimale Vorbereitung

Die Fütterung in der Transit- und Freshphase umfasst den Zeitraum 6-8 Wochen vor und 4-6 Wochen nach der Kalbung. In dieser Phase sind Veränderungen der Körperkondition, Futteraufnahme, Pansen- und Leberstoffwechsel sowie des Immunsystems von besonderer Bedeutung. Zentrale Bedeutung hat die Futteraufnahme.

Energielücke zum Laktationsstart schließen

Gerade etwas „fettere Kühe“ und Färsen, aber auch Tiere, die in der Vorlaktation viel geleistet haben, sind in großer Gefahr aufgrund ungenügender Futteraufnahme eine Ketose zu erleiden. Die geringe Futteraufnahme zum Laktationsstart führt zu einer negativen Energiebilanz. In solch einer Stoffwechsellage ist die Kuh oftmals nicht in der Lage, die Ketonkörper schnell genug abzubauen, die Folge: Ketose.

Immunstatus optimieren

Das Immunsystem leistet rund um die Kalbung weniger. Die hohen Progesterongehalte im Blut behindern die Funktion der Leukozyten in der Trockenstehzeit. Der steigende Östrogengehalt des Blutes in den letzten Wochen vor der Kalbung behindert die Abwehrleistung durch verringerte zelluläre Immunität.

Durch den Abkalbestress wird vermehrt Cortisol produziert, der Gehalt an Zink im Blut verringert sich ebenfalls in dieser Zeit.
Als Gegenmaßnahme ist es empfehlenswert mehr Vitamin A und E sowie die Spurenelemente Selen, Zink und Eisen (jeweils in organischer Form) zu füttern.

Mastitis

Zum Trockenstellen und zu Beginn der Laktation ist das Euter besonders gefährdet. Nach dem Trockenstellen wird die Milch resorbiert, die Inhaltstoffe werden von den weißen Blutkörperchen „geschluckt“. Daraus resultiert eine (vorübergehende) reduzierte Abwehrbereitschaft des Organismus. Bei hohen Leistungen am Ende der Laktation steigt damit das Risiko einer Infektion. Eine Umstellung auf eine energie- und proteinärmere Ration sollte erfolgen, ein Stress aber unbedingt vermieden werden. Unter Stress bilden sich Corticosteroide, die die Futteraufnahme senken. Eine Ketose zu Beginn der Trockenstehzeit ist keine Seltenheit!

Laktationsstart

Insbesondere die ersten 2-3 Wochen für ältere Kühe und die ersten 4-6 Wochen für Färsen sind kritisch für die Futteraufnahme und Leistung. Wann immer möglich, sollte der Anteil des Kraftfutters an der Ration langsam gesteigert werden (erst nach ca. 4 Wochen volle Menge). Schmackhaftes, gut strukturiertes Futter ggf. eine eigene sog. Fresh-Gruppe zur Minderung von Stress und zur Optimierung der TM-Aufnahme sind empfehlenswert.

Nur noch eine Trockenstehergruppe

Neue Wege in der Fütterung der Trockensteher gehen inzwischen auch viele Betriebe in Deutschland mit nur einer einzigen TMR für die gesamte Trockenstehzeit. Diese Erfahrungen und Untersuchungen aus Kanada und USA zeigen, wie notwendig eine ausreichend lange Vorbereitungsfütterung zur Vermeidung von Stoffwechselproblemen bei Kühen ist. Die 305-Tageleistung in der Gruppe > 21 Tage Vorbereitungszeit ist allen anderen Gruppen ebenfalls überlegen. In der Praxis gelingt es nicht immer, alle Tiere auch nur mind. 21 Tage auf eine Vorbereitungsfütterung zu bekommen. Auf der anderen Seite würde die Fütterung einer energiereichen Ration über 50-55 Tage zu einer Verfettung vieler Kühe führen. Deshalb schlägt dieser neue Weg die Fütterung einer einzigen TMR in der Trockenstehzeit mit moderatem Energiegehalt in einem auf 40-45 Tage verkürzten Zeitraum vor.

Schlussfolgerung

Das wichtigste Ziel in der Transitzeit ist die Maximierung der Futteraufnahme und damit der Nährstoffaufnahme. Neben einer gezielten Fütterung müssen die Transittiere optimal untergebracht sein. Dabei ist eine separate Vorbereitungs- und Freshgruppe für erstlaktierende Kühe sinnvoll. Als Weg zeichnet sich nur eine Trockenstehergruppe mit einer Ration bei einer auf 40-45 Tage verkürzten Trockensteherzeit ab. Neben arbeitswirtschaftlichen Vorteilen bietet dieser Ansatz eine gleichmäßige Pansenfermentation und verhindert somit fütterungsbedingten Stress. Weiterhin kann eine Verbesserung der Immunabwehr im geburtsnahen Zeitraum durch eine ausreichende Ergänzung u. a. mit den Vitaminen A, E und ß-Carotin sowie mit Kalzium zur Minimierung des Risikos von Erkrankungen und unzureichender Fruchtbarkeit erzielt werden.
Durch eine ausreichende Nähr- und Wirkstoffaufnahme in der Transitphase werden Follikel einer guten Qualität ausgebildet, die Grundlage für einen hohen Besamungserfolg. Gelingt es dann noch, durch eine ausgefeilte Ration in der Freshphase die negative Energiebilanz zu minimieren und somit Ketosen weitestgehend zu vermeiden, steht einer erfolgreichen Reproduktion nichts mehr im Weg.

AHRHOFF-Produktempfehlungen für die Transit- und Fresh-Fütterung