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Die Mastschweinefütterung nach dem AHRHOFF-Konzept spart Stickstoff und Phosphor

Die im Moment gültige Düngeverordnung von 2017 der EU-Kommission sieht zu geringe Nährstoffeinsparungen vor. Nach jetzigen Medienberichten soll eine Novellierung Anfang 2020 in Kraft treten. In besonders Nitratbelasteten Gebieten, die sogenannten „roten Gebiete“, soll der Düngebedarf um weitere 20 % gesenkt werden.

Die DLG hat im Merkblatt 418 kalkulierte Nährstoffausscheidungen für unterschiedliche Fütterungsverfahren und Leistungsniveaus bei Mastschweinen veröffentlicht. Das AHRHOFF-Futterkonzept weist jedoch niedrigere Rohprotein- und Phosphorgehalte als die sehr stark N-/P- reduzierte Fütterung laut DLG Merkblatt auf.

Wenn deutlich weniger Rohprotein und Phosphor an ein Mastschwein verfüttert wird, sinkt auch die Nährstoffausscheidung pro Mastschwein. In einem Versuch am Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp wurde die Nährstoffausscheidung mittels Güllemengen und -Nährstoffmessung überprüft.

Es wurden zwei Fütterungskonzepte von AHRHOFF gegenübergestellt (siehe Tabelle). In der Kontrollgruppe wurde Segawean® FA56 (Lysin, Methionin, Threonin, Tryptophan, Valin) und in der Versuchsgruppe Segawean® FA66 (zusätzlich Isoleucin) gefüttert. Der Einsatz der nächst limitierenden Aminosäure Isoleucin ist nötig, um den Rohproteingehalt weiter abzusenken und dabei keine Schlachtkörpereinbußen zu bekommen. In der Vormast erhielten zunächst alle Tiere Segawean® Boost, um einen optimalen Maststart mit einer hohen Futteraufnahme und einen gesunden Darm zu gewährleisten. Ab 75 kg Lebendgewicht erhielten die Tiere in der Versuchsgruppe nur 12,8 % Rohprotein pro kg Futter.

 

 Vormast

(bis 55 kg LG)

 Mittelmast

(bis 75 kg LG)

  Endmast

(ab 75 kg LG)

 Inhaltsstoffe

 Segawean®

Boost

 Segawean®

FA56

 Segawean®

FA66

 Segawean®

FA56

 Segawean®

FA66

 Rohprotein %  15,5 14,4 13,8 13,4 12,8
 Phosphor %  0,36  0,32  0,31  0,30  0,29

 
Zwischen der Gruppen wurde bei den Leistungsparametern Tageszunahmen, Futteraufnahme und Futterverwertung kein Unterschied festgestellt. Die Schlachtkörperqualität war in beiden Gruppen identisch. Die Indexpunkte pro kg Schlachtgewicht lagen bei 1,004.

Der kalkulierte Gülleanfall und die kalkulierte Nährstoffausscheidung pro Mastschwein unterschied sich stark von den Werten, die die DLG veröffentlicht hat. Die DLG gibt bei einem Tagesniveau von 850 g (Geschlechterverhältnis 50:50) eine Ausscheidung von 3,55 kg N und 0,52 kg P an.

In dem Versuch ergab sich eine kalkulierte Nährstoffausscheidung von 2,99 kg N und 0,73 kg P, in der Kontrollgruppe und 2,59 kg N und 0,66 kg P in der Versuchsgruppe pro Mastschwein. Die Stickstoffausscheidung liegt in beiden Gruppen deutlich unter dem DLG-Niveau. Der Gülleanfall von 0,38 m3 pro Mastschwein ist beachtlich niedriger als in der Kontrollgruppe, die mehr Rohprotein erhielten.

Parameter Einheit Gruppe
    Segawean® FA56
 Segawean® FA66
 Güllezusammensetzung   
 Gesamtstickstoff (N)  kg/m3 6,82 6,79
 Ammoniumstickstoff (NH4-N)  kg/m3  5,20  4,50
 Phosphat ges. (als P2O5)  kg/m3  3,81 3,94
 kalk. Gülleanfall   
Mastdauer Tage 107,00 106,00
Gülleanfall / MS und Tag L 4,10 3,60
Gülleanfall / MS m3 0,44 0,38
kalk. Nährstoffausscheidung   
Gesamtstickstoff (N) / MS kg 2,99 2,59
Ammoniumstickstoff (NH4-N) / MS kg 2,28 1,72
Phosphat ges. (P2O5) / MS kg 1,67 1,50
Phosphor / MS kg 0,73 0,66

 
Fazit: Bei einer erneuten Novellierung der Düngeverordnung wird eine Nährstoffreduzierung über die Fütterung eine entscheidende Rolle spielen. Durch die Hereinahme von 6 essentiellen Aminosäuren über das Segawean® FA66 ist es möglich ohne Leistungs- und Schlachtkörpereinbußen, den Rohproteingehalt weiter zu senken. Modernste Phytasen erlauben ohne eine Phosphorsupplementierung im Mineralfutter in der Mast auszukommen. Dies spiegelte sich im Versuch in Futterkamp in den Leistungen, Schlachtkörperqualitäten, wider. Besonders die verminderte Güllemenge und Nährstoffausscheidung von Stickstoff und Phosphor machen die Schweinemast effizienter. Sehr positiv wirkt sich auch neben den verbesserten Leistungen der Tiere, die N- und P-abgesenkte Fütterung bei der Erstellung der Stoffstrombilanz aus. Bereits das Segawean® FA5-Konzept liegt bei der Erstellung einer individuellen „Hof-Tor-Bilanz“ unter dem Niveau der stark abgesenkten N- und P-Fütterung laut DLG. Bei 1500 Mastplätzen werden beispielsweise 8 Hektar Ackerfläche eingespart.

Precision Feeding - Neue Möglichkeiten der Rationsberechnung

Seit Ende 2016 beschäftigt sich die AHRHOFF GmbH intensiv mit dem Thema „Precision Feeding“. Rationen für Milchviehherden präziser als bisher berechnen zu können, bietet nicht nur den Vorteil einer bedarfs- und leistungsgerechteren Fütterung, sondern steigert auch die Futtereffizienz. Ziel der Berechnung nach dem Cornell-Net-Carbohydrate-Protein-System (kurz: CNCPS), das an der Cornell Universität in den USA entwickelt wurde und sich dort in der Praxis stark etabliert hat, ist es die maximal mögliche Milchleistung unter Berücksichtigung einer bedarfsgerechten Nährstoffversorgung mit einem gesunden Pansen durch eine hohe TM-Aufnahme zu erreichen.

Rationen mit AHRHOFF-Supplementen optimiert nach dem amerikanischen Fütterungsmodell CNCPS

  • CNCPS - Precision Feeding
    basiert auf einem Schätzmodell zur Ermittlung der Nährstoffverwertung
  • Neuste Analysemethoden helfen die Grund- und Zukauffuttermittel besser einzuschätzen
  • Präzise Bewertung der Silagen und der Rationen (peNDF-Faktor) durch den Einsatz der Schüttelbox
  • Optimale Faserverdauung durch gezielte Supplementation
  • Rationsformulierung auf Basis des Überschusses über Futterkosten
  • Beste betriebsindividuelle Lösungen durch die enge Zusammenarbeit mit ihrem AHRHOFF-Verbundpartner

Präziser füttern durch Berücksichtigung multipler Faktoren

  • Qualitäten der Grundfuttermittel
  • Verdaulichkeiten der eingesetzten Futterkomponenten
  • Umweltparameter der Herde bzw. Tiergruppen (Klima, Aktivitätszeiten, Belegdichte…)
  • Tierdaten (Wachstum junger Tiere, BCS…)
  • Voraussage der Futteraufnahme unter Berücksichtigung multipler Faktoren
Rationen mit wenig Grundfutter funktionieren nur bei optimierter Rationsgestaltung

 Haben Sie Fragen? Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem AHRHOFF-Verbundpartner.